Riesling Steckbrief

Der Riesling gilt als die bekannteste Rebsorte Deutschlands und wird hierzulande auf mehr als 22.000 ha angebaut. Damit ist Deutschland absoluter Spitzenreiter im Riesling-Anbau und verweist selbst Australien und Frankreich weit abgeschlagen auf die Ränge 2 und 3.

Bis heute gibt der Riesling Rätsel über seine Herkunft auf. Es wird vermutet, dass er aus einer natürlichen Kreuzung des Weißen Heunisch und Vitis sylvestris oder aber Vitis sylvestris/Traminer entstanden ist. Im Jahre 1435 wurde der Riesling erstmals urkundlich erwähnt: in einer Rechnung der Stadt Rüsselsheim. Außerhalb Deutschlands ist er als "Rheinriesling" bekannt. Im Badischen dürfen die Rieslingweine auch "Klingelberger" genannt werden. Nicht zu verwechseln ist unser "Weißer Riesling" mit dem "Welschriesling", der hauptsächlich in Österreich, Italien und Slowenien angebaut wird - denn diese beiden Rebsorten haben nichts miteinander gemeinsam.

Riesling ist in allen deutschen Anbaugebieten zu Hause. Mit 22% bestockter Rebfläche ist der Riesling die wichtigste Rebsorte Deutschlands.

Der Riesling reift langsam, sein prägendes Element ist die fruchtige Säure. An die Lage stellt er große Ansprüche, dafür nicht all zu sehr an den Boden. Seine Nuancen entwickeln sich ganz unterschiedlich, je nach Standort.

Rieslingweine finden Sie in allen Geschmacksrichtungen und Qualitätsstufen vor. Teilweise wird er im traditionellen Holzfass ausgebaut. Zu unkomplizierten Alltagsweinen gesellen sich eine Reihe an Prädikatsweinen, hier häufig restsüße oder edelsüße Weine. Auch Qualitäts- und Kabinettweine werden zur Kompensation der hohen Säure mit einer dezenten Süße versehen. Ein typischer Riesling präsentiert sich hellgelb, bis grünlich-gelb im Glas. Er duftet nach Pfirsisch oder Apfel, seine kräftige Säure kitzelt am Gaumen. Wächst der Riesling auf Schieferböden, schmeckt man die mineralische Note deutlich heraus. Manch ein Riesling riecht nach Feuerstein, reifere Tropfen weisen häufig einen Petrolton auf. Durch seine natürliche Säure eignet er sich hervorragend zur Versektung. Beerenauslesen und edelsüße Beerenauslesen werden auch international hochpreisig verkauft. Sie sollten Rieslinge frühestens ein Jahr nach der Ernte trinken. Bei vielen Weinen wird die optimale Trinkreife erst nach einigen Jahren erreicht.

Junge Rieslingweine sind perfekte Sommerweine. Zum Essen genießen Sie lieber einen etwas gereifteren Riesling. Hier am besten zu leichten Gerichten wie gedünstetem See- und Süßwasserfisch, gekochtem Fleisch mit hellen Saucen und kleinem Hausgeflügel.

Die optimale Serviertemperatur liegt bei 7 bis 9 Grad Celsius.

Probieren Sie unseren Riesling. Erhältlich auch als Literwein.